Anna Gutzmann: Lernt auch mit Twitter

Wenn Twitter laut Jane Hart jetzt im siebenten Jahr die Liste der besten Lerntools anführt, interessiert uns, wer von den Corporate Learning Professionals in der DACH-Region selbst mit Twitter lernt. In einer Serie stellen wir hier twitternde Corporate Learning Professionals vor.

AnnaGutzmann Twitter

Anna Gutzmann ist Referentin Personalkommunikation/Wissensmanagement bei Audi.
Anna, Du hast den Twitter Account @AGutzmann und schon über 870 Tweets gesendet.

Würdest Du sagen, Twitter ist ein Learning-Tool für Dich?

  • Auf jeden Fall. Durch die Vernetzung (im Fall von Twitter dem Folgen und selbst „Verfolgt“ werden) erhalte ich immer wieder neue Impulse von Personen, die sich für die gleichen oder auch ähnliche Themen interessieren. Dadurch erweitert sich mein persönlicher Radius auf die für mich interessanten Themen enorm, wovon ich stark profitiere. Ich würde es als persönlichen kontinuierlichen Lernprozess in den für mich interessanten Themenfeldern bezeichnen.

Du hast viele Follower, also Menschen, die wissen wollen, was Du twitterst. Schreibst Du Deine Tweets für die Follower?

  • In der Regel nutze ich gern die Twitter-Social-Media-Funktion auf den Internetseiten, um die für mich interessanten Inhalte mit meinen Followern zu teilen. Es kann aber auch sein, dass ich auf Inhalte stoße, bei denen ich weiß, dass andere Personen gerade daran arbeiten und diese Inhalte teile ich dann auch gern, da sie für die anderen nützlich sein könnten. Hier kommt der „Working out loud“-Gedanke zum Tragen. Und wenn ich auf Veranstaltungen, Messen oder auch Kongressen bin, dann schreibe ich die Tweets selbst, um anderen Personen einen Einblick in die aus meiner Sicht spannenden Themen in Echtzeit zu geben. Hin und wieder twittere ich auch zu Themen, die mich gerade bewegen. Dann interessiert mich die Reaktion der anderen. So kann ich mir z.B. ein schnelles Feedback zu einer Idee abholen oder auch eine neue Denkrichtung einschlagen.

Du selbst folgst auch vielen Menschen auf Twitter. Da kommen vermutlich ganz schön viele Tweets zusammen. Liest Du die alle?

  • Ja, das stimmt. Nein, die Tweets kann man sicher nicht alle lesen. Aber ich verfolge auf meinem Handy die Benachrichtigungen zu den Tweets und entscheide dann bewusst, ob ich die Inhalte jetzt gleich, später oder gar nicht lesen möchte. Es ist immer etwas dabei, was für mich einen Mehrwert stiftet und mich auf neue Gedanken und Ideen bringt. Von dem Anspruch alles zu lesen, habe ich mich schnell verabschiedet, dass schafft kein Mensch. Hier braucht es eine gute persönliche Filterfunktion, die einem den Stress nimmt etwas verpassen zu können.

Gibt es Kriterien, nach denen Du auswählst, wem Du folgst?

  • Das können unterschiedliche Faktoren sein. Zum einen sind es Personen, die schon einmal etwas veröffentlicht haben oder auch Personen, die zu einem für mich interessanten Thema referiert haben. Es können aber auch Personen aus meinem Netzwerk sein oder aber Personen, die sich für ähnliche Themen interessieren wie ich. Da bin ich recht offen und lege keinen zu großen Filter drauf. Unterschiedliche Blickwinkel sind für mich und meine Arbeit bereichernd.

Vielen Dank für das Interview sagt Karlheinz Pape.

Die Zusammenfassung der Interviews gibt es beim CorporateLearningCamp – CLC16.

Dieser Blogpost ist zuerst erschienen auf auf colearn.de.

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