„Lernen mit Marketing zu verbinden ist ein kluger Ansatz“

Kostbarkeit des Lernens

Thematischer Schwerpunkt des heutigen Tages beim Corporate Learning 2.0 MOOC ist es, Feedback zu den Lösungen der Swisscom, mit denen digitales Lernen attraktiv gemacht werden soll, zu geben. Geht man die bis heute Mittag eingegebenen Forenbeiträge durch, so sieht man, dass sich einige interessante Diskussionen entwickelt haben.

Die Lösungen der Swisscom und der dahinterstehende Ansatz werden mehrheitlich sehr positiv aufgenommen. Stellvertretend für viele kann diese Aussage von Ulrich Bähr gesehen werden:

„Unter der Prämisse „Digitales Lernen attraktiv gestalten“ gefallen mir die vorgestellten Beispiele ausgesprochen gut. Gerade das klare Bekenntnis, das die „Lernzentrale“ anerkennt, ihre Inhalte vermarkten zu müssen, damit sie optimal wahrgenommen werden, ist eine wunderbare Respektbezeugung den Lernern gegenüber, denn sie sagt: „Wir verdonnern Euch nicht zum Lernen, wir bemühen uns um Euch!“

Sabine Erkens meint dazu:

„Mir gefallen die Ansätze. Sie sind innovativ. Lernen mit Marketing zu verbinden, ist ein kluger Ansatz. Wir sollten alle mehr intelligentes Marketing für das Lernen machen.“

Ulrich Bähr hinterfragt auch, ob die Lernenden den „freakigen“ Newsletter nicht auch teilweise kritisch sehen:

„Und da setzt auch meine Frage nach der Polarisierung an – ich kann mir vorstellen, dass Ihre Zielgruppe recht jung und medienaffin ist und man da nicht mit der Reaktion „Das ist uns aber nicht seriös genug“ oder so rechnen kann? Das ist ja doch immer noch ein Bedenken, das Entertainment beim Lernen gegenübertritt..“

Martin Geisenhainer, unser Themengeber bei der Swisscom, sieht im konkreten Fall aber nicht die Gefahr der Polarisierung, danach wird der Ansatz „… Lerninhalte unterhaltsam umzusetzen, durchaus goutiert“:

„Das Feedback dazu war durch die Bank sehr positiv. Das Layout und das Verhältnis von Header/Text/Bild entspricht dem jener Medien, mit denen sich unsere Zielgruppe täglich und absolut freiwillig über aktuelles Tagesgeschehen, Klatsch und Tratsch informiert (in der Schweiz gibt es an den Bahnhöfen kostenlosen „Zeitungen“, wie 20Minuten etc. die ihre Inhalte auch online anbieten).“

Eine spannende Diskussion hat sich rund um das Thema „Lernzeit und Arbeitszeit“ entwickelt. Peter Lege hat die Diskussion mit seinem Beitrag angeschoben:

„Was mir ein wenig übel aufstößt ist die Handhabung von Arbeitszeit und Lernzeit. Ein Unternehmen, dem die Weiterbildung wirklich wichtig ist, räumt seinen Mitarbeitern entsprechend Zeit während der Arbeitszeit ein.“

Eugen Schneider bemerkt dazu:

„Gerade in der Einführungsphase ist es mission critical, das sowohl bei den Lernern als auch allen betroffenen Vorgesetzten der Paradigmenwechsel gelingt: Lernzeit ist Arbeitszeit und Lernen ist genauso arbeiten wie „normales arbeiten“, und wird auch genau gleichwertig gesehen, behandelt und bezahlt.“

In der Forumsdiskussion wird auch nach dem Aufwand, der für die Entwicklung und Betreuung dieser Lösungen erforderlich ist, gefragt. Und die Rolle der Führungskräfte wird diskutiert.

Beim heutigen thematischen Schwerpunkt haben wir jetzt gerade das Bergfest erreicht, es bleibt noch genügend Zeit mitzudiskutieren und sich einzubringen.

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2 Gedanken zu “„Lernen mit Marketing zu verbinden ist ein kluger Ansatz“

  1. Zur Lernzeit: Wichtig für uns war, dass auch für Online-Learning durch Betriebsvereinbarungen geregelt war, dass Lernzeit Arbeitszeit ist. Mit der Mitbestimmung war schnell ein Kompromiss für Lernen in der Freizeit gefunden: hier muss dann die Lernzeit (die als Erfahrungswert pro Lerneinheit durch die Technische Weiterbildung angegeben wird) als Freizeitausgleichszeit gewährt werden.

    Zum Marketing: Enorm wichtig, wir planen der zeit Roadshows für unsere Lernkonzepte…

    RWE Power AG

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